Boccia - Entstehung



Die Wiege des klassischen italienischen Boccia ist das Piemont mit Turin als Zentrum. Hier schreibt Angelo Rizzi 1893 "il gioco delle bocce" eine Hymne auf das italienischste aller Spiele, hier wird 1873 der erste Verein "Cricca Bocciofila dei Martin" gegründet. Der erste Bocciaverband Italiens wurde 1898 in Turin ausgerufen.
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Und ebenfalls in Turin gibt die "Unione Bocciofila" 1904 verbindliche Regeln für das bis dahin freie Spiel "al libero" heraus. Bis dahin wurde ohne Schiedsrichter gespielt.
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Wie verbreitet der Bocciasport bereits ist, sieht man daran, dass kürzlich mit Japan die 54. Nation in die Confederatione Boccistica internationale ( CBI ) aufgenommen wurde.
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Ziel des Boccia-Weltverbandes ist es, nach der Anerkennung des Bocciasports als olympische Sportart und der Aufnahme der CBI als Vollmitglied im internationalen Olympischen Komitee, die Hereinnahme des Bocciasports in das olympische Programm zu erreichen. Boccia wird weltweit von über zwanzig Millionen Menschen gespielt. Viele von ihnen betreiben das aus dem mediterranen Raum stammende Kugelspiel als unterhaltsame Freizeitbetätigung. Die Alterspalette reicht dabei von fünf bis fünfundneunzig. Als ideales sportliches Betätigungsfeld für den Senioren und auch für den Behindertenbereich erfüllt der Bocciasport eine wichtige soziale Funktion.
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Auch die Integration unserer zahlreichen ausländischen Mitbürger wird durch das gemeinsame Kugelspiel in beispielgebender Weise umgesetzt. Der Bocciasport ist eine wertvolle Bereicherung sowohl auf der Ebene des sportlichen Wettbewerbs, wie auch in stärkerem Masse am Freizeitwert.